Chronik der KG Roter Hahn

Im Jahr 1935 wurde die Karnevalsgesellschaft gegründet. Ein Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr, der in Form eines Kappenfestes gefeiert wurde, begeisterte derart, das die Idee geboren wurde: Gründung einer Karnevalsgesellschaft! Die Namensgebung der Karnevalsgesellschaft war nicht schwer, lag es doch sehr nah, dieses Neugeborene der Feuerwehr auf den Namen „Roter Hahn“ zu taufen.

Die enge Bindung zur Feuerwehr erkennt man auch daran, das alljährlich das neue Prinzenpaar im Rahmen der Spritzenzehr der Feuerwehr zum Sessionsbeginn am 11.11. proklamiert wird.

Die ersten Kappenfeste der Karnevalsgesellschaft wurden im Gasthaus Fischer-Eymann gefeiert. Diese waren bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges bei Freunden und Gönnern sehr beliebt und gern besucht. 1947 nach den Wirren des zweiten Weltkrieges  wurden die karnevalistischen Veranstaltungen mit großem Treiben in Bad Iburg wieder aufgenommen. Aber schnell stellte sich heraus, das die Örtlichkeiten in der Narhalla Fischer-Eymann zu eng wurden, und so ging man 1948 an die höchste Stelle Bad Iburgs, zum Dörenberg in die Narhalla Bäumker. Hier wurde erstmals der Prinzenball in Kostümen und Maske gefeiert.

Im Laufe der Zeit vergrößerte sich die Bedeutung Bad Iburgs als Kurort immer mehr. Mit der Einweihung des Kurhauses 1967 wechselten auch die „Roten Hähne“ vom Dörenberg ins Kurhaus und feierten dort bis 2003 die „Große Prunksitzung“  (heute „Karnevalssitzung“). 2004 wechselte die KG in das Gasthaus Tovar, wo seit dem die Karnevalssitzung gefeiert wird. Die Karnevalssitzung bietet Show mit allem was das karnevalistische Herz begehrt: Solo-, Garde- oder Showtanz, musikalische Showdarbietungen,  karnevalistische Lieder und natürlich viel Lustiges aus der Bütt.

Aufgrund des begeisterten Zuspruchs entstand die Idee, den älteren Mitbürgern der Stadt ein paar frohe Stunden zu bereiten. Der Seniorenkarneval wurde aus der Taufe gehoben und wurde bis 2007 am Sonntag nach der Karnevalssitzung bei Kaffee und Kuchen sowie karnevalistischer Unterhaltung abgehalten.

Traditionell wird am Freitag vor dem Rosenmontag durch die Karnevalisten das Rathaus gestürmt, um die Macht über Finanzen und Ordnung der Stadt für drei Tage zu übernehmen. Beginnend mit einem fröhlichen Treiben vor dem Rathaus mit Musik, Laune und Motivwagen, starten dort die fairen, teilweise auch mal unter Einsatz der „Waffen“ herbeigeführten Verhandlungen, in deren Anschluss dem Bürgermeister nur die Kapitulation übrig bleibt. Nach der Schlüsselübergabe an die KG trägt das Prinzenpaar die Regierungserklärung vor, welche rein staatsmännisch gehalten „viel verspricht aber häufig wenig hält“. Danach lädt das Prinzenpaar alle Iburger und Freunde in der Narhalla Fischer-Eymann ein, wo fröhlich und ausgelassen gefeiert werden darf.

Der Rosenmontag selbst steht ganz im Zeichen des Kinderkarnevals. Hier stürmen die Kinder, närrisch verkleidet, die Aula der Realschule und feiern bei karnevalistischer Unterhaltung durch die Karnevalsgesellschaft einen bunten und fröhlichen Nachmittag.

Regelmäßig im Oktober führt die Karnevalsgesellschaft seit 1987 ihren Herrenabend durch, der für jedermann ist und bei dem neben dem traditionellen Verzehr der „Dicken Bohnen mit Speck“  auch die Ernennung eines Ehrensenators auf dem Programm steht. Die Ernennung zum Ehrensenator ist eine Auszeichnung für die Freunde des Karnevals, die sich um den Iburger Karneval ganz besonders verdient gemacht haben.

Gleiches gilt im Übrigen auch für die Fahnenstocknageldamen, die unserer Gesellschaft ebenso wie die Ehrensenatoren immer wieder neue Impulse geben. Den Fahnenstocknageldamen wird die Ehre zuteil, nach ihrer Ernennung einen Fahnennagel in den Fahnenstock der Gesellschaft zu schlagen.

75 Jahre haben noch keine große Tradition geschaffen, aber die Karnevalsgesellschaft hat sich aus einer kleinen Gesellschaft zu einer der größten Karnevalsgesellschaften des Osnabrücker Landes entwickelt. Dies ist für die „Roten Hähne“ Anlass, auch zukünftig in bewährter Weise weiterzuarbeiten, um vielen Iburgern und Freunden frohe Stunden zu bereiten.

 

Vorstand

Präsident                                  Markus Alterbaum

Vizepräsidentin                       Daniela Happe

Vors. Vom Festausschuss        Rolf Kleinschmidt

Geschäftsführer                       Doris Sloot

Kassenwart                             Ingrid Metker

Pressewart                               Wolfgang Müller

Beisitzer der jeweilige             Freiw. Feuerwehr Bad Iburg,
Ortsbrandmeister
der               z.Z. Andreas Wolf

 

Präsidenten

1935  –  1950                            Wilhelm Wiemann

1950  –  1953                            Bernhard Prues

1953  –  1962                            Willi Düster

1962  –  1972                            Hermann Tovar

1972  –  1987                            Wilhelm Schmalstieg

1987  –  1999                            Wolfgang Kehr

1999  –  2011                             Claus Wiemann

2011  – 2014                              Thomas Wolf

seit 2014                                    Markus Alterbaum

 

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